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PLATON (6) FLOH MIT SEINER FAMILIE AUS KYIV, UKRAINE

"Wir hörten einen lauten Knall, und plötzlich mussten wir alle ganz schnell ins Auto steigen. Nachdem wir zwei Tage lang mit dem Auto stillgestanden hatten, mussten wir zu Fuß gehen." Der sechsjährige Platon floh mit seinem Bruder, seiner Schwester und seinen Eltern vor der Gewalt des Krieges in Kiew. Jetzt wird die Familie zusammen mit anderen Familien aus der Ukraine von unseren Partnerorganisationen in einem leerstehenden Gästehaus in der rumänischen Stadt Suceava untergebracht. Dies ist die Geschichte von Platon.

PLATONS FAMILIE UND ANDERE FAMILIEN AUS DER UKRAINE WERDEN IN EINEM LEERSTEHENDEN RUMÄNISCHEN GÄSTEHAUS EMPFANGEN.

Foto: Petar Masut

Es ist erst zwei Tage her, dass er mit seinen Eltern, seinem vierjährigen Bruder und seiner zweijährigen Schwester zu Hause in Kiew war. Die letzten paar Tage haben sein Leben auf den Kopf gestellt. "Wir hörten einen lauten Knall, der uns alle erschreckte. Die Alarmanlage des Autos wurde durch den Knall ausgelöst. Mama und Papa sagten, wir sollten alle ganz schnell ins Auto steigen. Sie haben unsere Koffer ins Auto gestellt."

Grenzübertritt zu fuß

Auf der Straße wurde schnell klar, dass eine Flucht mit dem Auto über die Grenze nicht möglich war. Platon sagt: "Es waren viele Autos auf der Straße und wir standen lange Zeit still. Wir sind zur Grenze laufen - was sehr lange dauerte und wo mir sehr kalt wurde. Ich durfte Papas Mantel tragen, der fast bis zum Boden reichte." Nach einer langen Wartezeit an der Grenze war die Familie endlich an der Reihe. "Nachdem wir unsere Pässe vorgelegt hatten, wurde mir ein Sandwich gegeben und wir wurden hierher gebracht."

"Wir können nicht nach Hause gehen, weil sie dort Raketen abfeuern"

PLATON: "HIER GIBT ES EINE NETTE KATZE, DIE FREUND HEISST, ABER MAMI LÄSST SIE NICHT REIN, WEIL DAS NICHT UNSER HAUS IST.

Foto: Petar Masut

Psychosoziale Unterstützung an einem sicheren Ort

Hier ist ein leerstehendes Ferienhaus in der rumänischen Stadt Suceava. In dieser Pension werden Platon, seine Eltern, sein Bruder und seine Schwester zusammen mit anderen Familien aus der Ukraine von lokalen sozialen Organisationen und rumänischen Freiwilligen, die in engem Kontakt mit War Child stehen, betreut. In diesen Grenzregionen schulen wir die Mitarbeiter lokaler Hilfsorganisationen und Freiwillige in der Betreuung von Kindern, die vor dem Krieg fliehen. Auf diese Weise teilen wir unser Wissen und unsere Erfahrung und schaffen einen sicheren Ort für Flüchtlingskinder, an dem sie geschützt sind und psychosoziale Unterstützung erhalten.

Und das ist auch dringend nötig, denn für Platon und seine Familie und Millionen anderer Flüchtlinge aus der Ukraine hat der Albtraum gerade erst begonnen. Platon: "Wir können nicht nach Hause gehen, weil sie da drüben mit Raketen schießen. Das Bett hier ist ein bisschen verrückt und es gibt eine süße Katze namens Friend, aber Mama lässt ihn nicht rein, weil das nicht unser Haus ist."

WIR WOLLEN FLÜCHTLINGSKINDERN AUS DER UKRAINE SO SCHNELL WIE MÖGLICH EINEN SICHEREN ORT UND ANGEMESSENE UNTERSTÜTZUNG BIETEN. WERDEN SIE HELFEN?

Foto: Petar Masut

Unterstützen Sie unsere Hilfsaktion für Flüchtlingskinder aus der Ukraine

Neben der Schulung von Organisationen und Freiwilligen in den Grenzgebieten zur Ukraine prüfen wir, wie wir Kinder und ihre Familien erreichen können, die in der Ukraine zurückgeblieben sind.

 

Alle sind besorgt über das, was auf sie zukommt. Auch wir sind dabei, uns vorzubereiten. Wir wollen Flüchtlingskindern aus der Ukraine einen sicheren Ort bieten, an dem sie psychosoziale Unterstützung erhalten können. Hierfür benötigen wir schnell weitere Hilfe.


Können Sie helfen?

Ihre Spende hilft uns Kinder und Jugendliche wie Platon in Sicherheit zu bringen.