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War Child ruft zu Solidarität mit den Schwächsten der Gesellschaft auf und passt eigene Programme an die Krisenbewältigung von COVID-19 an

Nach einer ausführlichen Analyse und in enger Absprache mit unseren internationalen Kollegen müssen wir aufgrund der aktuellen Lage in Bezug auf den Ausbruch der Coronavirus Pandemie schweren Herzens unsere Programme aussetzen und alle Gruppenaktivitäten mit Kindern und Erwachsenen aussetzen – die Beratung in individuellen Fällen wird fortgesetzt. Alle War Child Büros bleiben bis auf Weiteres geschlossen, unsere Mitarbeiter*innen arbeiten von zu Hause weiter. Der Schutz der Kinder, der Erziehenden, der Communities und des War Child Teams steht nun an erster Stelle. 

 

Der Ausbruch der Pandemie betrifft uns alle, wie Kanzlerin Angela Merkel gestern sagte: „Es ist ernst.“ Wir denken insbesondere in diesen Tagen an unsere Freunde, Unterstützer, Spender und alle Menschen der War Child Community, die uns in unserer Arbeit unterstützen und nun eine schwierige Zeit durchleben. Dies ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft. Jedoch ist es uns als Expertenorganisation ein dringendes Anliegen deutlich zu machen, dass wir nun auf keinen Fall die schwächsten Mitglieder unserer globalen Gesellschaft vergessen dürfen. Für Familien mit Fluchthintergrund sind die Vorgaben, mit denen sich die gesamte Bevölkerung aktuell auseinandersetzen muss, ganz normaler Alltag: In Flüchtlingsunterkünften leben Familien auf engem Raum zusammen, die Eltern gehen nicht arbeiten, Kinder können nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen, die Betreuung muss weitestgehend von den Eltern selbst übernommen werden. 

 

Diese Menschen sind nun zusätzlich der Gefahr einer Infektion ausgesetzt - die Folgen davon in Regionen, in denen es kaum bis keine medizinische Versorgung gibt, sind kaum vorstellbar. Nun geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) die temporäre Aussetzung der Aufnahmen von besonders schutzbedürftigen Personen im Rahmen der Resettlement- und humanitären Aufnahmeprogramme (HAP) hervor. Wir möchten allerdings die Wichtigkeit der Schutzmaßnahmen betonen und fordern die Aufhebung der Einreisebeschränkung für diese besonders schutzbedürftige Zielgruppe: “Diese Pandemie sollte nicht zu einer weiteren humanitären Krise werden. Der Schutz der Schwächsten sollte eine Priorität sein”, sagt dazu Dr. Unni Krishnan, Direktor Humanitäre Hilfe von War Child Holland. 

 

Wir bitten alle um Solidarität und Unterstützung in dieser Zeit, damit wir auch weiterhin viele Kinder erreichen und unsere Programme an die Krisenbewältigung von COVID-19 anpassen können. 

 

Wir möchten zudem Familien in Deutschland unterstützen, die vom aktuellen Lockdown betroffen sind und bieten ab nächster Woche vornehmlich digitale Unterstützungsangebote in Form von Ideen für spielerische und kreative Aktivitäten sowie Hilfestellungen für Gespräche in der Familie, die das psychosoziale Wohlbefinden fördern, zum Download über die War Child Kommunikationskanäle an.

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